Die Währungsreform in der SBZ und Ost-Berlin

Informationen zur Durchführung einer Währungsreform erfolgten unter anderem durch die zu dieser Zeit vorhandenen Print-Medien:
 
 

Sonder-Ausgabe zur Währungsreform der Leipziger Volkszeitung - Organ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands/Bezirk Westsachsen vom 23. Juni 1948 


Entgegen der Verfahrensweise in den Westzonen, erhielten erhielten die Einwohner der SBZ und Berlins (einschließlich der Westsektoren) ab dem 24. Juni je berechtigter Person 70 "Kuponmark", auch "Tapetenmark" genannt, zum Kurs von 1:1 gegen die alte RM. Weiteres Bargeld sollte auf Konten eingezahlt und 10:1 umgetauscht werden, aber erst später verfügbar sein.

(35)Eintragungen in einem Sparkassenbuch der Stadtsparkasse Chemnitz - Am 18.6.1948 wurden 300,00 RM eingezahlt - Der Sparkassenstempel weist 140,00 neue Mark-Ost für 2 Personen aus, von denen bereits am 24.6. dann 130,00 neue Mark ausgezahlt wurden



Die postalische Durchführung der am 24.6.1948 umgesetzten Währungsreform in der SBZ und in Ost-Berlin unterlag der HV Post- und Fernmeldewesen der deutschen Wirtschaftskommission für die sowjetische Besatzungszone. 
 
Der 24. Juni 1948 war auch der Ersttag von Bezirkshandstempelaufdruck-Provisorien, deren Herstellung bis 2. Juli 1948 erfolgte, und die bis 10. Juli 1948 gültig waren.

Ab 03. Juli 1948 erschienen die Maschinen-Aufdruckprovisorien mit Aufdruck "Sowjetische/Besatzungs/Zone" .

Diese blieben bis 28. Februar 1950 gültig.

 
Somit waren auch in der SBZ und Ostberlin Mischfrankaturen zwischen den einzelnen gleichzeitig gültigen Ausgaben möglich.

 


(81)Zu spät - Brief von Freiberg/Sachsen in der SBZ nach Lübeck (Britische Zone) - Bezirkhandstempelaufdrucke waren nur bis 10.7.48 möglich - gestempelt 14.7.48 und somit mit 1,5-facher Nachgebühr belegt

(60)Da fehlt der Maschinenaufdruck - Brief vom 14.1.1949 aus Radebeul in Sachsen/SBZ - Die 951 der Gemeinschaftsausgabe war seit Juni 48 ungültig - Mit 1,5-facher Nachgebühr in Höhe von 36 Pfennig (Portosenkung erfolgte in der SBZ erst zum 1.10.54) beanstandet
 

 

In der Sowjetischen Zone, in Ost-Berlin und in West-Berlin waren aufgrund der durchgeführten eigenen Währungsreform Zehnfachfrankaturen vom 24.06. bis 31.07.1948 möglich

 

(89)Portogerechte Postkarte als Zehnfachfrankatur -gestempelt "02.7.48 (10) Bautzen 2-20 Uhr achtet auf den Kartoffelkäfer" nach Meissen/Sachsen - 12 Pfennig Postkarte Inland 

Der rückseitige Text ist mit dem Datum vom 23.6.48 versehen, wahrscheinlich verzögerte Beförderung wegen der Währungsreform am 24.6.48


 

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