Die "gemachten" Belege der Zehnfachfrankaturen


Ein Grossteil der Belege wurden selbstverständlich, wie in Sammlerkreisen vielfach üblich, "gemacht" oder zumindest philatelistisch beeinflusst.

Es sollen meist die außergewöhnlichen Verwendungsmöglichkeiten der Postwertzeichen dargestellt werden, wie z.B. die Möglichkeiten der Zehnfachfrankatur in einem zeitlich begrenzten Zeitraum.

Dabei ist es nicht immer so einfach, wie in den folgenden Beispielen aufgezeigt, erkennbar, inwieweit der Beleg als Bedarfsverwendung, oder als "Mache" einzustufen ist:

(23)Anschrift des Absenders und des Empfängers sind identisch

Portogerechte (10 Pfennig) "gemachte" Postkarte im Ortsverkehr Karlsruhe vom 22.6.1948

 


(70)Portorichtige 10-fach-Frankatur eines Inlandsbriefes der 1. Gewichtsklasse - gestempelt München 42 - 24 Pfennig Brief Inland bis 20 g

(70)Rückseite

(71)Portorichtige 10-fach-Frankatur eines Inlandsbriefes der 2. Gewichtsklasse - gestempelt München 42 - 48 Pfennig Brief Inland 20 bis 250 g

(71)Rückseite
 

Es wurden zeitgleich am 22.6.48 - 18 Uhr 2 Briefe mit identischem Empfänger und Absender aufgegeben. Die Frankatur ist portorichtig für die 1. bzw. 2. Gewichtsklasse eines Inlandsbriefes - Sicherlich zwei "gemachte" Sammlerbelege

 


(96)Portorichtige 10-fach-Mischfrankatur einer Postkarte - gestempelt Bad Essen b (BZ Osnabrück) vom 23.6.48-8 Uhr aus der ersten Briefkastenleerung- 12 Pfennig Postkarte Inland

(96)Rückseite mit Hinweis auf "Mache"
 

Hier wurde wohl, zur Dokumentation der vielfachen Möglichkeitenn einer Zehnfachfrankatur, die letzte von 7 Sendungen als Postkarte zu 12 Pfennig als Mischfrankatur von Bremen nach Bremen-Oberneuland "auf die Reise geschickt".

 


(132)Portogerechte Zehnfachrfrankatur eines Ortsbriefes innerhalb von Frankfurt/Main - gestempelt "Frankfurt (Main) NO 14 t 23.6.48-7" - 16 Pfennig Ortsbrief bis 20 g - Rückseitig ohne Absender und vorderseitig mit privatem Stempel "Aus dem Briefkasten"

(133)Portogerechte Zehnfachrfrankatur eines Ortsbriefes innerhalb von Frankfurt/Main - gestempelt "Frankfurt (Main) 1 g 22.6.48-16" - 16 Pfennig Ortsbrief bis 20 g - Rückseitig ohne Absender

(134)Portogerechte Zehnfachrfrankatur eines Ortsbriefes der 2. Gewichtsstufe bis 50 g innerhalb von Frankfurt/Main - gestempelt "Frankfurt (Main) 1 g 21.6.48-10" - 32 Pfennig Ortsbrief bis 50 g - Rückseitig ohne Absender und mit Ak-Stempel "(16) Frankfurt (Main) NO 14 21.6.48-16"
 

"Gemachte" Belege, alle adressiert an einen Herrn Dr. Hch. Goldschmidt in Frankfurt/Main, Wilhelmshoherstrasse 59 - Rückseitig ohne Absenderangabe

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